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Tagesausgabe

Asiatische Hornisse: Gelbe Füße und große Gefahr in Niedersachsen

Die Asiatische Hornisse breitet sich in Niedersachsen aus. Ihre auffälligen gelben Füße sind nicht nur ein Hingucker, sondern auch ein Zeichen für eine große Gefahr.

David Wagner··3 Min. Lesezeit

Was sind Asiatische Hornissen?

Die Asiatische Hornisse, wissenschaftlich als Vespa velutina bekannt, ist eine einheimische Art aus Asien, die sich in den letzten Jahren rasant nach Europa ausgebreitet hat. Diese Hornissenart ist nicht zu verwechseln mit den heimischen Hornissen, die uns in Deutschland vertraut sind. Charakteristisch für die Asiatischen Hornissen sind ihre markanten gelben Beine und eine größere Körpergröße, die sie von unseren heimischen Arten abhebt.

Warum ist das wichtig? Nun, die Asiatische Hornisse ist nicht nur größer, sondern auch aggressiver. Ihr Lebensraum breitet sich schnell aus und sie stellen eine ernstzunehmende Bedrohung für die heimische Fauna dar, insbesondere für die Honigbiene, die für die Bestäubung von Pflanzen und die Landwirtschaft unerlässlich ist.

Woher kommen sie und wie haben sie sich verbreitet?

Ursprünglich stammt die Asiatische Hornisse aus China und wurde 2004 in Frankreich erstmals gesichtet. Von dort aus hat sie sich über den Kontinent ausgebreitet und erreicht jetzt auch die deutschen Länder, einschließlich Niedersachsen. Viele Menschen fragen sich, wie eine solche Ausbreitung möglich ist. Die Hauptursache sind wahrscheinlich der internationale Handel und der Klimawandel, die es dieser Art ermöglichen, sich in neue Lebensräume anzupassen.

In Niedersachsen sind diese Hornissen mittlerweile kein Einzelfall mehr. Immer mehr Meldungen von Sichtungen erreichen die Behörden, und es ist zu erwarten, dass sie in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Man kann sich fast vorstellen, dass die Tiere auf dem Weg nach Norden sind.

Warum sind sie eine Gefahr für die Umwelt?

Die Asiatische Hornisse hat ein besonders ausgeklügeltes Jagdverhalten entwickelt, das eine große Bedrohung für unsere heimischen Bienen darstellt. Sie fangen und fressen Bienen, was nicht nur die Bienenpopulation gefährdet, sondern auch die Bestäubung vieler Pflanzenarten beeinträchtigt. So könnte die Gefährdung der Honigbienen letztlich auch Auswirkungen auf unsere Landwirtschaft haben. Das verschärft die Situation zusätzlich, da Bienen eine Schlüsselrolle im Ökosystem spielen.

Darüber hinaus können asiatische Hornissen auch für Menschen und Haustiere gefährlich sein, vor allem wenn sie sich bedroht fühlen. Ihre Stiche sind schmerzhaft und können allergische Reaktionen hervorrufen, die in extremen Fällen sogar lebensbedrohlich sein können. Das macht das Aufspüren und Entfernen ihrer Nester umso wichtiger.

Was kann man tun, um sie zu bekämpfen?

Wenn Sie eine Sichtung einer Asiatischen Hornisse feststellen, ist es wichtig, dies umgehend den zuständigen Behörden zu melden. Am besten fotografiert man das Tier zur Identifizierung und informiert sich über lokale Bekämpfungsmaßnahmen. Das sollten Sie niemals alleine versuchen, denn die Nester dieser Hornissen sind oft gut versteckt und können mit hunderten von Insekten voll sein.

Es ist ebenfalls ratsam, die eigenen Gärten und Häuser bienenfreundlich zu gestalten und auf Pestizide zu verzichten, die nicht nur für Hornissen schädlich sind, sondern auch für viele nützliche Insekten. Eine gesunde und vielfältige Pflanzenwelt kann dazu beitragen, die negativen Auswirkungen der Asiatischen Hornisse etwas abzumildern.

Wie sieht die Zukunft aus?

Die Prognosen für die Verbreitung der Asiatischen Hornisse sind nicht besonders optimistisch. Wenn die momentanen Trends weiter anhalten, könnten diese Hornissen bald eine feste Population in großen Teilen Deutschlands bilden. Das könnte nicht nur für die Bienen, sondern auch für viele Landwirte eine ernsthafte Bedrohung darstellen.

Daher ist Aufklärung wichtig. Je mehr Menschen über die Asiatische Hornisse Bescheid wissen, desto besser können wir alle gemeinsam auf sie reagieren. Halten Sie Ausschau nach diesen Insekten, und seien Sie sich ihrer Gefahr bewusst. Nur so können wir hoffen, die Schäden, die sie anrichten können, in Grenzen zu halten.